Ergebnis: 15:21

WKG kassiert dritte Niederlage

Ringen: Metternich-Rübenach verliert gegen TSG Bretzenheim mit 17:21

Metternich. Auch den dritten Saisonkampf der Regionalliga hat die Ringerstaffel der WKG Metternich-Rübenach verloren. Doch beim 17:21 gegen den bärenstarken Neuling TSG Bretzenheim, der allerdings auch nicht in Bestbesetzung angetreten war, zeigten sich die Koblenzer deutlich verbessert gegenüber den beiden Auswärtsschlappen zum Auftakt. Und hätten nicht mit Thomas Schirrgott und Assylbek Kumekov zwei Athleten aus berufliche Gründen kurzfristig abgesagt, wäre sogar der erste Sieg drin gewesen. Tim Pangsy, einst Publikumsliebling auf Metternicher Matten und seit dieser Saison Mannschaftsverantwortlicher bei der WKG, war jedenfalls bemüht, die positiven Seiten dieses Kampfabends herauszustreichen: „Wir haben schöne Kämpfe gesehen“, sagte der Hauptfeldwebel der Bundeswehr, „und unsere Mannschaft hat sich gefunden. Am Schluss haben wieder alle auf der Ecke gesessen und angefeuert.

Ausgelöst hatte die positiven Emotionen der Routinier im Team. Schwergewichtler Sascha Schönig bezwang mit einer kämpferischen und taktischen Meisterleistung den Iraner Baram Golmohamadi in drei Runden und verdrängte so seinen Unmut mit dem aktuellen Zustand der WKG-Staffel: „Wir müssen wissen, was wir wollen“, redete der Trainer seinem Team ins Gewissen, „um in der Regionalliga zu bestehen, reicht es nicht, am Samstag zum Kampf zu erscheinen.“ Für Schönig steht fest, dass diese Saison seine letzte als aktiver Ringer ist. Ob er der WKG danach als Trainer erhalten bleibt, hängt von den Kollegen ab: „Wenn die Jungen gewillt sind, regelmäßig und anständig zu trainieren, bin ich der Letzte, der sich dem versagt. Das Potenzial ist da.“

Neben Schönig überzeugten gegen die Mainzer Vorstädter auch der angeschlagene Roman Dostert sowie Marco Stomberg mit schnellen Schultersiegen; die Kollegen waren gegen stärkere und teilweise bundesligaerfahrene Kontrahenten weitgehend chancenlos.

Tim Pangsy weiß, dass er auf seinem Weg des „Teambuildings“, der Bildung einer kampfstarken und schlagkräftigen Mannschaft, erst am Anfang steht: „Ich will Kämpfer sehen, die sich daran gewöhnen, auch in unangenehmen Auseinandersetzungen gegen stärkere Gegner alles zu geben.“ Auch er selbst muss lernen: „Dass die Ringer jetzt nicht mehr meine Kumpel sind, dass ich auch mal auf den Tisch hauen muss, wenn es nicht läuft.“

Als Prügelknaben der Liga sind sich die Metternicher und Rübenacher jedenfalls zu schade, auch wenn ein Spitzenplatz wie in früheren Jahren in der derzeitigen Besetzung illusorisch ist.(kif)

RZ Koblenz und Region vom Montag, 13. September 2010

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